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Geschrieben von: Peter Stein (MAZ)
Franz Löschke und Stefan Zachäus bei der Junioren-EMGestern Mittag ließ sich Franz Löschke in der Mensa der Potsdamer Eliteschule des Sport Rührei und Spinat schmecken. Ein paar Körner kann der 1,92 Meter große Schlaks durchaus noch gebrauchen, um am Wochenende gestärkt in die Europameisterschaften im Triathlon in Kopenhagen zu gehen. Denn der Junior litt in den vergangenen Tagen an einem Infekt im Rachenraum, musste sogar Antibiotika einnehmen. "Das schwächt natürlich den Körper und kam zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt", so der 18-Jährige.
In der dänischen Hauptstadt wartet auf den Junior vom Zeppelin-Team des OSC, der sich mit seinem Potsdamer Teamkollegen Stefan Zachäus für die EM qualifiziert hat, ein attraktiver Citykurs mit 750 Metern Schwimmen, 20 km Rad fahren und 5 km Lauf. "Die Strecke ist größtenteils flach, das sollte mir entgegenkommen", schätzte Löschke ein. Sein Trainer Ron Schmidt hält eine Top Fünf Platzierung für möglich. Der Athlet meinte dazu: "Ich will bester Deutscher werden. Wenn ich unter den ersten Zehn einkomme, qualifiziere ich mich auch für die Weltmeisterschaften Ende August in Hamburg." Letzteres sei sein Hauptziel. "Denn bei der Heim-WM will ich schon gern dabei sein."
Franz Löschke konnte bereits im Vorjahr Erfahrungen bei der Junioren-EM sammeln und wurde 31. im Einzel. "Dort habe ich im Laufen noch 25 Plätze gut gemacht." Während national die Konkurrenz überschaubar ist, gibt es international doch ein ganz schönes Gerangel. Die Franzosen und Briten zählen zu den Favoriten im rund 70 Starter umfassenden Feld. "Da das Schwimmen nicht gerade meine Stärke ist, muss ich wieder eine Aufholjagd starten", blickte Löschke voraus. Der Hard- und Metal-Rockfan ist aber auch hart gegenüber sich selbst, kann kämpfen und weiß, "zum Triathlon gehören ja drei Teildisziplinen." Da bleibe genügend Zeit zum Aufholen.
Dem deutschen Junioren-Meister steht morgen mit Zachäus und Sarah Zaborowski vom TSV Cottbus eine lange Anreise bevor. Der Bus mit der deutschen Auswahl kommt aus Leipzig, macht dann in Potsdam Station und fährt über Neubrandenburg nach Rostock. Von dort geht es mit der Fähre nach Kopenhagen. "Das ist sicherlich nicht ideal, aber darüber mache ich mir keinen Kopf", so der Schüler der 12. Klasse, der nach dem Einzel am Sonnabend wohl auch am Sonntag ganz sicher in der deutschen Staffel zum Einsatz kommt. Dort müssen drei Sportler noch einmal nacheinander die eingangs erwähnte Triathlon-Distanz absolvieren. "Da hoffe ich, mit auf dem Treppchen stehen zu können", erklärte Löschke, der aus Finsterwalde stammt und nun seit Jahren das Internat der Sportschule nutzt.
Stefan Zachäus ist mit seinen 16 Jahren laut Trainer Schmidt der jüngste deutsche Athlet, der je an so einem Höhepunkt teilnahm. "Er erhielt dank einer Wild Card das Startrecht und soll in Kopenhagen zuerst Erfahrungen sammeln, so wie das Franz im Vorjahr tat", meinte Schmidt, der Zachäus, genannt "Cesär", aber durchaus eine Platzierung unter den ersten 25 zutraut. Der 1,85 Meter große und 67 Kilogramm schwere Athlet, zuletzt bei den deutschen Meisterschaften Dritter, möchte einmal Pilot werden. Noch aber setzt er auf Bodenhaftung. "Dafür sorge ich schon", bemerkte Schmidt, der am Freitag seinen Sportlern nachreisen wird. "Ein bisschen moralische Unterstützung will ich schon leisten." Peter Stein (MAZ)
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glückwunsch franzi, wir sind stolz auf dich!
Schöner Artikel Berti. Klasse Leistung von euch allen. Toll!!!
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Sportliche Geste Hörmän, Respekt!
Super Veranstaltung - Super Abend - nächstes Jahr wieder
großer Dank an Martin...für den Support