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Geschrieben von: Christian Breuel (MAZ)
Zeppelin Gregor Buchholz fliegt in Hamburg an die Weltspitze.Hamburg, am Freitag Abend das Tor zur Triathlon-Weltmeisterschaft, stand für einen jungen Potsdamer ganz besonders weit offen. Kurz nach 19 Uhr stürmte Gregor Buchholz vom Zeppelin-Team des OSC auf den letzten Metern eines grandiosen Wettkampfs in Richtung Zielband. Wenig später wird er sagen: "Endlich ein Band!" Die Zielmarkierung in seiner Hand ist das Beweisstück für den bislang größten Triumph seines Lebens. Der sympathische 21-Jährige ist nun für ein Jahr der König der U 23-Dreikämpfer.
Als deutscher Titelträger hatte sich Buchholz für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft qualifiziert. Nach einem zweiwöchigen Trainingslager waren die vier deutschen U23-Athleten top vorbereitet in der Hansestadt angereist. Vor dem Start hatten Buchholz und seine Teamkollegen eine Platzierung unter den ersten Zwölf angepeilt. Dann fiel der Startschuss und alle Theorie wich der Praxis.
Beim Schwimmen über 1,5 km musste Buchholz viel einstecken: "Ich wurde ganz schön verprügelt." Was niemand an der Binnenalster von außen sieht, die Positionskämpfe im Wasser sind hart, körperbetont und kräftezehrend. Als 54. stieg der deutsche Meister aus dem 16 Grad kalten Wasser und wechselte schneller als viele Konkurrenten auf seine Rennmaschine.
In der ersten Verfolgergruppe jagte er der Spitze hinterher und auch wegen der regennassen Straße waren die Ersten schnell eingeholt. Gut 40 Triathleten zogen mit einem für die Verhältnisse scharfen Tempo gemeinsam um die 5-km-Schleife – mittendrin alle vier deutschen Starter.
Nach 40 Radkilometern schlüpfte Buchholz als Zehnter in die Laufschuhe. Ein erneut blitzartiger Wechsel spülte den Blondschopf an die Spitze. Und er sah bereits auf den ersten Laufmetern besser aus, als die Weltbesten um ihn herum. Im Kampf zu Fuß auf den vier Runden á 2,5 km wirkte Buchholz dann seltsam entspannt. Fast schon erschreckend locker setzte er sich mit zwei Mitstreitern ab. War ihm klar, dass er gerade mit den international erfahrenen Brendan Sexton (Australien) und Iwan Wasilijew (Russland) den Medaillen entgegen rannte? Kurz vor dem Ziel zog der Mann aus Down Under das Tempo an. "Ich wollte einfach nur wieder an Sexton heranlaufen. Als ich dran war, wusste ich, es geht noch mehr", sprudelt es aus dem jungen Weltmeister im Ziel heraus. Ein energischer Konter brach den Willen seiner Verfolger und nach 1:49:31 Stunden über die olympische Distanz riss Buchholz das ersehnte Zielband mit sich.
Nach dem Zieleinlauf konnte Buchholz sein Glück kaum fassen: "Das ist meine erste WM und ich bin nicht einmal B-Kader. Ich wollte doch nur unter die ersten Zehn. Ich hab’s noch gar nicht richtig kapiert, es stimmt aber, ich bin Weltmeister", stellte der Student der Regionalwissenschaften voller Freude fest und fiel seinem Potsdamer Trainer Ron Schmidt in die Arme. Der sonst so redegewandte Heimtrainer fand von Glücksgefühlen überwältigt gleich gar keine Worte mehr.
Als zweiter Potsdamer ging Franz Löschke – wie Buchholz im Zeppelin-Team – bei der ersten Triathlon-WM auf deutschem Boden an den Start. Der 18-Jährige wurde nach 55:40 Minuten 19. bei den Junioren, die über die Hälfte der olympischen Distanz gehen. Ein schwaches Schwimmen und ein anschließend verpatzter Wechsel, bei dem Löschke nicht schnell genug aus dem Neoprenanzug kam, begruben die Medaillenhoffnungen des Sportschülers. Christian Breuel (MAZ)
Der Originalartikel, kann im Pressebereich eingesehen werden!
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glückwunsch franzi, wir sind stolz auf dich!
Schöner Artikel Berti. Klasse Leistung von euch allen. Toll!!!
Daumen hoch
Sportliche Geste Hörmän, Respekt!
Super Veranstaltung - Super Abend - nächstes Jahr wieder
großer Dank an Martin...für den Support