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[11.06.2008] In der Elite etabliert

Gregor Buchholz bestätigt mit WM-Silber das Gold des Vorjahres, Lob für ein starkes Team

Als Gregor Buchholz vom Zeppelin-Team des OSC Potsdam im vergangenen Jahr in Hamburg Triathlon-Weltmeister in der U 23 wurde, galt das als Sensation. Am Sonntag hätte der gerade 22 Jahre alt gewordene Sportler das Kunststück bei der WM in Vancouver fast wiederholt. „Aber Silber ist für mich quasi goldwert“, meinte der blonde Lockenkopf, und sein überglücklicher Trainer Ron Schmidt schloss seinen „Goldjungen“ gestern nach der Ankunft auf dem Flughafen Berlin-Tegel überglücklich in die Arme. „Noch mal Gold, das wäre ja utopisch“, befand der Coach, um sogleich mit einem neuen Ziel nachzulegen: „Gold holt er sich nächstes Jahr noch einmal. Gregor ist nun endgültig in der Triathlon-Weltelite etabliert.“

Den Beweis kann Buchholz bereits in vier Wochen beim Weltcup in Hamburg antreten. An der Alster ging schließlich sein Stern auf. Dass er als Titelverteidiger der Gejagte war, hat der Student der Regionalwissenschaften auch in Vancouver vom ersten Meter an gespürt. „Natürlich hat die Konkurrenz auf mich geschaut.“

Dabei begann der Wettkampf im kühlen Kanada bei elf Grad Wassertemperatur und nur zwei, drei Grad mehr in der Luft alles andere als weltmeisterlich. Buchholz wurde beim Schwimmen über 1,5 km weit zurückgedrängt, kletterte erst in der zweiten großen Gruppe aus dem Wasser und entledigte sich des Neoprenanzuges. Mit 40 Sekunden Rückstand ging es auf die 40 km lange Radstrecke. „In der siebten von acht Runden habe ich dann gemeinsam mit einem Schweizer angegriffen. Wir konnten tatsächlich das Loch zufahren und zur ersten Gruppe aufschließen“, berichtete Buchholz. Sein Zeppelin-Teamkollege Nils Frommhold, der zur ersten Gruppe gehört hatte, ging dann nach einem raschen Wechsel sogar als Erster auf die abschließende 10-km-Laufstrecke. Doch bald jagte der Brite Alistair Brownlee vornweg und in 1:54:37 Stunden zum Sieg. 19 Sekunden dahinter entschied Buchholz den Spurt um Platz zwei zu seinen Gunsten. Eine weitere Minute zurück landete Frommhold auf Rang sieben.

„Mit einem Trainingskameraden gemeinsam eine Weltmeisterschaft zu bestreiten, das war schon eine tolle Sache“, erzählte der Vizeweltmeister. „Zumal ich mich mit Nils auch sehr gut verstehe. An eine Medaille habe ich während des Wettkampfes immer geglaubt.“ Diese psychische Stärke im entscheidenden Wettkampf lobte auch Trainer Schmidt, dessen Trainingsgruppe im fernen Kanada ebenso bei den Junioren überzeugen konnte. Sowohl Alena Stawczynski als auch Franz Löschke belegten jeweils Platz sechs. Buchholz pflichtete dem bei: „Gerade Alena war bei ihrer ersten WM sehr mutig, griff sogar auf der Radstrecke an und bestimmte das Tempo. Franz hat seine Klasse bestätigt. Mit der drittbesten Laufzeit legte er eine tolle Aufholjagd hin.“

 

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