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Geschrieben von: Peter Stein (MAZ)
Quintett vom Zeppelin-Team des OSC Potsdam startet bei den Weltmeisterschaften
Fünf Richtige im Lotto zu tippen, scheint einfacher, als das Abschneiden der fünf Potsdamer Starter bei den Triathlon-Weltmeisterschaften ab Freitag an der australischen Goldküste vorauszusagen. Gregor Buchholz, Nils Frommhold, Franz Löschke und Alena Stawczynski treten in der U 23 über die olympische Distanz mit 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen an. Stefan Zachäus wird sich mit den weltbesten Junioren messen und hat dabei 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen vor sich.
Heimtrainer Ron Schmidt ist kein Lottospieler, dafür kennt er die Stärken und die Schwächen seiner Schützlinge ganz genau. Wenn er fast täglich mit ihnen in der Schwimmhalle ist, sie auf den Rad- und Laufstrecken begleitet, dann kann er förmlich den Puls fühlen und spürt, wenn den Athleten das Laktat in die Muskeln schießt. Dass alle fünf Triathleten ein großes Kämpferherz besitzen, steht außer Zweifel. Das haben sie bereits mit der erfolgreichen WM-Qualifikation hinlänglich bewiesen.
Das größte Fragezeichen steht hinter Gregor Buchholz, obwohl gerade dessen Visitenkarte ihn von vornherein in „Down Under“ zu einem Favoriten stempelt. Denn der 23-Jährige wurde bereits 2007 in Hamburg überraschend U 23-Weltmeister und bestätigte diesen Gold-Coup mit Silber bei der WM 2008 in Vancouver. Der Mann, der seine Reisetasche in drei Minuten packen kann, hat da auch eine Menge Druck mit hineingestopft, „den er sich selbst auferlegt“, wie Schmidt befindet. Klar, wer sich am süßen Geschmack des Erfolgs laben konnte, der möchte davon nicht lassen. Aber Buchholz hat die wohl schwierigste Saison seiner Triathlon-Karriere hinter sich. „Er ist bisher nur die Treppe hochgestiegen, diesmal fiel er gleich wieder runter, wenn er sich mal aufgerappelt hatte“, umschreibt der Cheftrainer von Bundesstützpunkt Potsdam sein „Sorgenkind“. Übertraining, eine Mittelohrentzündung und sonstige Wehwehchen unterbrachen den kontinuierlichen Saisonaufbau. Weil aber die Psyche am Ende ebenso entscheidend ist, hat Schmidt seinem Schützling gestern eine E-Mail geschrieben mit dem starken Schlusssatz: „Hol dir die dritte Medaille!“
Frommhold – im Vorjahr bereits WM-Siebter – hat sich hingegen ein wenig aus dem Schatten seines erfolgreicheren Zeppelin-Teamkollegen gekämpft. Der deutsche U 23-Meister strebt eine Top-Fünf-Platzierung an, kann also durchaus in den Medaillenbereich schwimmen, radfahren und laufen. Der 20-jährige Löschke hat mit der WM-Quali in seinem ersten Männerjahr schon alles erreicht. „Er sollte ganz befreit starten und einfach zeigen, was er drauf hat“, sagt Schmidt über den Weltcup-Siebten von Tiszanjuvaros/Ungarn Anfang August.
Alena Stawczynski – 2008 WM-Sechste bei den Juniorinnen – konnte wegen gesundheitlicher Probleme zuletzt kein Lauftraining absolvieren. Und der deutsche Junioren-Meister Zachäus freut sich auf seine erste WM nach zwei vergeblichen Anläufen. „Wenn einer von den fünf Sportlern eine Medaille mitbringt, dann wäre das ein Traum“, sagt Schmidt und drückt daheim die Daumen.
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Schöner Artikel Berti. Klasse Leistung von euch allen. Toll!!!
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Sportliche Geste Hörmän, Respekt!
Super Veranstaltung - Super Abend - nächstes Jahr wieder
großer Dank an Martin...für den Support