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Geschrieben von: Mirko Sattler (Lausitzer Rundschau)
Finsterwalde - Mit stehenden Ovationen begrüßten Eltern, Freunde, Sponsoren, ehemalige und aktuelle Trainingskameraden, Trainer und Vereinsmitglieder des SV Neptun 08 den frischgebackenen Weltmeister der deutschen U 23-Triathleten, Franz Löschke, am Samstagabend bei einem Empfang im Finsterwalder Brauhaus Radigk.
Finsterwaldes Weltmeister Franz Löschke (2.v.l.) mit seinen ehemaligen Weggefährten Nico Kuhn, Martin Mittelstädt und Marlen Weps (v.l.). Fotos: Mirko Sattler
Der Athlet vom „Zeppelin-Team“ des OSC Potsdam holte am 12. und 13. September im australischen Gold Coast die Goldmedaille über die olympischen Disziplinen 1500 Meter Schwimmen, 40 Kilometer Rad und 10 Kilometer Laufen in einer Zeit von 1 Stunde 46,20 Minuten.
Der jetzt 20-jährige Löschke begann seine Karriere 1997 beim heimischen SV Neptun 08 im Schwimmen. Später wechselte er zum Triathlon, wobei er immer mehr Gefallen an dieser sportlichen Kombination fand. Seinen ersten Triathlonwettkampf gewann er sogar. Beschwerden mit seinem Trommelfell ließen ihn in den folgenden Jahren zurückfallen. „Ich habe beim Triathlon nicht mehr den Anschluss gefunden, weil meine Schwimmzeiten nicht gut waren. Im Jahr 2004 überlegte ich sogar, ganz vom Triathlon Abstand zu nehmen“, erzählte der junge Athlet.
Doch ein guter 4. Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Schleswig brachte die Wende. Franz Löschke traf bei einem seiner Wettkämpfe seinen jetzigen Trainer Ron Schmidt, den er bisher nur flüchtig kannte. Er holte Löschke im Jahr 2005 an die Potsdamer Sportschule. „Bis dahin trainierte ich meist allein oder mit älteren Sportkameraden. In Potsdam ist es anders. Hier hast du mehr Leute, die mit einem trainieren. Das war gut für mich. Meine Leistungen verbesserten sich“, erzählte Löschke. Das sportwissenschaftlich ausgefeilte System konnte auf gute Grundlagen vom heimischen Club aufbauen.
Beim Weltcup im ungarischen Tiszaujvaros im August holte sich Franz Löschke mit einem 7. Platz die Fahrkarte für Australien. Dort ging er dann gelassen an seinen Wettkampf heran. „Niemand hatte einen
Sieg von mir erwartet. Deshalb nahm ich die Sache entspannt in Angriff. Beim Schwimmen bin ich sogar mit 30 Sekunden Rückstand aus dem Wasser gestiegen. Auf dem Rad konnte unsere Gruppe zum Neun-Mann-Spitzenfeld aufschließen. Ich bin dann als Erster in die Wechselzone gekommen und hatte somit einen guten Start fürs Laufen“, erzählte der Triathlet von seinem Wettkampf. Bei der Zehn-Kilometer-Laufdistanz überließ er das Tempo den anderen. „Ich bin erst auf der Hälfte der letzten Runde vorgeprescht und habe circa anderthalb Kilometer vor dem Ziel den Angriff gewagt.“ 200 Meter vor dem Ziel schaute er sich um und sah die Konkurrenz weit hinter sich. Da wusste er, dass er Weltmeister wird
Beim Brandenburg-Duathlon-Cup in Schönborn (EE), an dem er nur aus „Just for Fun“ teilnahm, belegte er am Samstag den 6. Platz.
Der weltmeisterliche Empfang für den Spitzenathlet im Brauhaus Radigk kam für ihn sehr überraschend. Unerwartet war auch der Scheck in Höhe von 300 Euro, den der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Elbe-Elster, Manfred Schäfer, dem Athleten übergab. „Ich habe von der Ehrung zufällig am Freitag erfahren. Solche Leistungen sollte man würdigen“, so der Sparkassenchef.
Bis in die Nacht hinein ging die Party und Franz Löschke musste mehrmals von seinen Erlebnissen in Australien erzählen.
Der Weltmeister der U 23-Triathleten erklärt den Wettkampffilm.
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