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Geschrieben von: Diana Richter (Die Oberliner)
Die Reha Zentrum im Oberlinhaus gGmbH betreut seit zwei Jahren die Triathleten des Bundesstützpunktes Potsdam auf medizinisch-therapeutischer Basis. Marit Schützendübel-Klikar, Geschäftsführerin des Reha Zentrums und selbst Triathletin in der 2. Bundesliga sowie Dr. Thorsten Schuhr, leitender Oberarzt der Abteilung Extremitätenchirurgie in der Oberlinklinik haben das Projekt 2005 erfolgreich initiiert.
Einmal wöchentlich gibt es einen Therapiekorridor, bei dem die Athleten des Landeskaders und der 1. Bundesliga behandelt werden, ohne lange Wartezeiten in Kauf nehmen zu müssen. Auch der frisch gekürte Triathlon-Weltmeister der U-23, Gregor Buchholz, schätzt die unkomplizierte Terminvereinbarung und medizinische Versorgung im Reha Zentrum.
Herr Buchholz, wann haben Sie mit dem Triathlon begonnen? Der Startschuss fiel vor fünf Jahren als ich 16 Jahre alt war.
Wie sind Sie dazu gekommen? Ein bisschen durch meine Eltern, die meinten, ich solle etwas Sinnvolles machen. Ich hatte damals mit Segeln und Rudern im SSC Grünau in Berlin angefangen. Als ich herausgefunden habe, dass der Verein auch Triathlon anbietet, hat es mich gepackt und ich habe mich dafür entschieden.
Wie entstand Ihr Kontakt zum Reha Zentrum? Ich kenne Marit Schützendübel seit 2003 aus dem Berliner Landeskader. Sie ist ja auch Triathletin. Ende 2005 bin ich von Berlin nach Potsdam gewechselt und habe von den Behandlungen im Reha Zentrum für Triathleten zwischen 15 bis 26 Jahren erfahren. Anfang dieses Jahres durfte ich dann dort auch die gute Behandlung genießen, da meine Bänder so gereizt waren, dass ich nicht mehr laufen konnte. Bei den Triathlon-Weltmeisterschaften Ende August 2007 in Hamburg haben Sie Gold für das Team U23 (19 bis 23 Jahre) geholt.
Wie haben Sie sich für die Weltmeisterschaft qualifiziert? Über die Deutschen Meisterschaften im Juli 2007. Also ganz kurzfristig. Das war meine letzte Chance, mich für die WM zu qualifizieren. Mit welchem Gefühl sind Sie ins Ziel gerannt? Zunächst ungläubig. Man träumt zwar viel davon, aber als es dann tatsächlich passiert ist, das war ein bisschen wie Hollywood-Kino. Aber dann war ich einfach nur glücklich.
Was hat sich durch den Titel für Sie verändert? Einiges. Ich bin jetzt in den B-Kader, also den Nationalkader der DeutschenTriathlon Union (DTU) aufgestiegen, was mir eine Menge zusätzlicher Förderung einbringt. Das Sponsoreninteresse ist groß und momentan bin ich in Verhandlungen über zukünftige Unterstützer. Und zu guter Letzt die Präsenz in den Medien. Das ist alles noch sehr ungewohnt, besonders der Umgang mit den Medien. Da bin ich gerade in meiner Lernphase.
Wie sieht Ihr täglicher Trainingsumfang aus? Ich trainiere täglich drei bis sechs Stunden. Sechsmal in der Woche Schwimmen, fünf- bis sechsmal Laufen und viermal Radfahren. Pro Woche kommen da rund 25 km Schwimmen, 250 bis 300 km Radfahren und 75 km Laufen zusammen. Worauf achten Sie besonders bei Ihren Wettkampfvorbereitungen? Vier bis fünf Tage vor dem Wettkampf habe ich meine letzte harte Einheit, d.h. Kurzeinheiten im Wettkampftempo. Danach ist Tapern angesagt. Das bedeutet Erholung für den Wettkampf, um mich für den entsprechenden Tag fit zu bekommen. Außerdem ist die Ernährung sehr wichtig. Vor dem Wettkampf schaufle ich in Massen Kohlehydrate.
Wie bereiten Sie sich mental auf Ihre Wettkämpfe vor? Ich versuche meinem Körper Lust auf das Rennen zu machen und sage mir "geh rein, hab Spaß, hau rein und schöpf dich richtig aus." Und natürlich gehört dazu auch eine große Portion Zuversicht und positives Denken.
Gibt es ein Leben neben dem Sport? Das gibt es schon. Allerdings ist die Zeit knapp bemessen. Ich studiere Regionalwissenschaften an der Uni Potsdam und habe dieses Semester mit zehn SWS belegt, was nicht gerade viel ist. Mein Leben richtet sich nach meinem Sport. Aber ich empfinde die wenige Freizeit nicht als Einschränkung. Der Sport ist meine Leidenschaft. Wann hatten Sie Ihren letzten Wettkampf und wie haben Sie abgeschnitten? Anfang Oktober war ich zum ersten Mal bei einem Weltcup dabei. Die Teilnahme war schon toll, weil es mein erstes Profirennen war. Nur die Leistungen sind noch verbesserungsfähig.
Wie viele Wettkämpfe hatten Sie dieses Jahr? Sieben Rennen auf olympischer Distanz, d.h. 1,5 km Schwimmen, 40 km Rad fahren und 10 km Laufen, Empfehlenswert sind maximal zehn Rennen.
Wie sehen Ihre Ziele für 2008 aus und wovon träumen Sie, in Bezug auf Ihre sportliche Laufbahn? Zunächst einmal bei der U23WM 08 meinen Titel zu verteidigen. Aber mein Hauptziel für 2008 ist die Teilnahme am Weltcup, um unter die ersten 20 zu kommen. Ich möchte den Übergang vom Nachwuchssportler zum Elite-Sportler für die nächste Saison ansteuern. Momentan träume ich von einem Profileben in der Elite und von Olympia 2012.
Das Interview führte Diana Richter.
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glückwunsch franzi, wir sind stolz auf dich!
Schöner Artikel Berti. Klasse Leistung von euch allen. Toll!!!
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Sportliche Geste Hörmän, Respekt!
Super Veranstaltung - Super Abend - nächstes Jahr wieder
großer Dank an Martin...für den Support