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[24.09.2007] Steilvorlage

Der Nachwuchs machte nicht nur im Zeitplan den Anfang, sondern legte den Grundstein für die erfolgreichste Weltmeisterschaft in der DTU-Geschichte.

Die 266 besten Nachwuchstriathleten der Welt kamen in Hamburg zusammen, um in zwei verschiedenen Altersklassen – Junioren und U23 - die neuen Weltmeister zu ermitteln. Unter ihnen auch zwölf deutsche Nachwuchshoffnungen, deren Leistungen sich als Steilvorlage für die deutschen Elite-Starter herausstellen sollten.

Traumstart durch Robisch
Die Jagd auf den ersten WM-Titel eröffneten 66Juniorinnen mit ihren Sprüngen in die 16,4 Grad kalte Alster. Unter ihnen auch die vier deutschen Nachwuchshoffnungen Rebecca Robisch, Anja Knapp, Wencke Stolz und Sarah Fladung. Die größten Hoffnungen lagen dabei aufder19-jährigen Robisch, die im Vorjahr bereits mit der Bronzemedaille überzeugen konnte. »Mein Ziel ist das Podiurn«, hatte die Nationalkaderathletin beim Briefing vordem Rennen noch selbstbewusst bekannt gegeben. Nach einer Stunde und zehn Sekunden war ihre Mission erfüllt: Als Dritte, hinter der Engländerin Hollie Avil und Ashleigh Gentle aus Australien, hüpfte die Fränkin jubelnd ins Ziel. »Sicher hatte ich ein wenig mit der Silbermedaille geliebäugelt, aber ich bin mit Bronze total glücklich.«Anja Knapp auf dem neunten Platz sowie Wencke Stolz und Sarah Fladung auf den Plätzen 14und 17komplettierten das seit Jahren beste Ergebnis der deutschen Nachwuchsathleten. »Ein Traumstart in die WM«, fand auch DTU-Präsident Dr. Klaus Müller-Ott.

Was den deutschen Juniorinnen glückte, konnten die drei Junioren wenige Stunden später nicht wiederholen. Einzig dem Potsdamer Franz Löschke gelang mit dem 19. Platz der Sprung unter die besten 20. »Ich wollte heute unter die besten fünf. Dass ich es eigentlich drauf habe, zeigt meine Laufzeit. Leider ging heute beim Schwimmen gar nichts«, entschuldigte sich Löschke für seine Leistung.

Sensation durch Buchholz
Für Wiedergutmachung sorgte am frühen Freitagabend dann der Potsdamer Gregor Buchholz, der nach einem packenden Finale als neuer Weltmeister derU23 über die Ziellinie lief. Kaum einer hatte den 21 -jährigen deutschen U23-Meister auf der Rechnung, und nur wenige Insider trauten ihm eine vordere Platzierung zu. Das selbst die ihn unterschätzt hatten, zeichnete sich spätestens in der letzten Laufrunde ab: Angefeuert von seinen mitgereisten Fans forcierte Buchholz wenige Hundert Meter vor dem Ziel das Tempo, schüttelte Brendan Sexton und Ivan Vasiliev ab und rettete einen Vorsprung von zwei Sekunden. Mit den Plätzen fünf, sechs und acht für den Thüringer Sebastian Rank, Thomas Springer aus Halle und den Rostocker Helge Mütschard kamen alle deutschen Starter unter den besten zehn der Welt. »Wir sind wieder da, die Zukunft muss uns keine Angst mehr machen«, freute sich Springer. »Wenn die Jungs in den nächsten Jahren ins Profilager wechseln, müssen sich die Elite-Athleten warm anziehen«, so Müller-Ott , Auch Topathlet Jan Frodeno gratulierte zwei Tage vor dem eigenen Rennen aus seinem Hotelzimmer: »Das ist eine sensationelle Steilvorlage für uns! Dieser Erfolg wird uns einen Riesenschub geben.«

Im U23-Rennen vertrat einzig Kathrin Müller die Farben der DTU. Mit Platz sieben erfüllte die Kaderathletin zwar die Vorgaben von Bundestrainer Wolfgang Thiel, hinter ihren eigenen Erwartungen blieb die Jenaerin aber zurück. »Das hätte mein Rennen werden können, aber schon beim Schwimmen habe ich den Kontakt zu den anderen nichthalten können. Auf den ersten beiden Radrunden ging es mir richtig schlecht, und als es dann besser wurde, musste ich in der Gruppe allein Tempo machen.«An der Spitze wurde es hingegen zum Ende noch mal spannend. In der letzten Laufrunde überholte die Schwedin Lisa Norden die bis dahin Führende Jasmine Oeinck aus den USA und sicherte sich überglücklich den Titel.

 

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