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Aktuelles - Pressespiegel

[17.09.2010] Finaler Titelkampf

Zeppelin-Team kämpft in Schliersee um Bundesliga-Punkte und um Meisterschaftsmedaillen

Zum Finale der Triathlon-Bundesliga am Sonnabend in Schliersee wollen die Männer vom Zeppelin-Team des OSC Potsdam gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen geht es darum, im fünften Saisonwettkampf den vierten Platz in der Mannschaftswertung zu verteidigen. Zum anderen hat jeder Einzelne die Möglichkeit, bei der gleichzeitig ausgetragenen deutschen Meisterschaft ganz weit vorn zu landen.

Ron Schmidt machte sich gestern mit einem Teil seiner Schützlinge im Schlepptau auf die lange Reise nach Bayern. Der Trainer hat seine Männer und Frauen gut vorbereitet: „Schliersee ist mit seinem bergigen Kurs immer ganz speziell. Deshalb haben wir diesmal im August das Trainingslager auch dort verbracht. Alle bis auf Franz Löschke wissen nun, was sie dort erwartet.“ Der Wettkampf über die olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Rad, 10 km Lauf) stellt gerade für die Spitzenleute nur eine Woche nach dem WM-Finale in Budapest noch einmal eine besondere Herausforderung dar. „Trotzdem sollten Gregor Buchholz, Franz Löschke, Christian Otto, Stefan Zachäus und Maximilian Molka in der Lage sein, den vierten Platz in der Teamwertung zu verteidigen. An Buschhütten, Witten und dem Team Schwarzwald werden wir wohl nicht mehr vorbeikommen, da müssten schon alle Wunder der Welt zusammenkommen“, bleibt Schmidt Realist.

Buchholz, in Budapest im Duell mit der Weltelite immerhin 13., sagt: „Natürlich werde ich um die Medaillen kämpfen. Aber mit einem Platz unter den ersten Zehn wäre ich auch zufrieden. Der bergige Kurs sollte mir als gutem Radfahrer liegen.“ Aber der 24-Jährige gibt vor dem Saisonabschluss zu: „Die lange Wettkampfserie der letzten Wochen hat mich ganz schön geschlaucht.“

Der Potsdamer Christian Prochnow, beim WM-Finale Zehnter, gibt sich ebenso zuversichtlich: „Mein ehrgeiziges Ziel ist eine Medaille.“ Nachdem er in dieser Woche wieder in Köln an der Trainerakademie des DOSB sein Diplomtrainerstudium vorantrieb, hofft er bis Sonnabend neben der geistigen auch auf die nötige körperliche Frische. Aus Erfahrung weiß er: „Zur Meisterschaft legen sich alle noch mal ins Zeug. Da zählt selbst die WM nicht mehr.“ In der Bundesliga startet der 28-Jährige indes wie gehabt für das Team Witten, das mit Nils Frommhold, dem letztjährigen deutschen U-23-Meister, ein weiterer Potsdamer verstärkt.

Was die Meisterschaftsambitionen betrifft, so rechnet Schmidt bei den U-23-Männern mit den größten Chancen. Auf Löschke, 2009 Weltmeister und am vergangenen Wochenende noch einmal WM-Dritter in dieser Altersklasse, lastet ohne Zweifel die Favoritenbürde. Mit Zachäus und „Geheimtipp“ Molka hat der Trainer zwei weitere heiße Eisen im Medaillenfeuer. Philip Krell, Kai Brücher und Kilian Fladung gehen ebenso an den Start.

Bei den Frauen ruhen die Potsdamer Hoffnungen vor allem auf Rabea Ludwig. Die EM-Sechste bei den Juniorinnen sei laut Schmidt für eine Top-Ten-Platzierung gut. Alena Stawczynsky wagt nach vielen gesundheitlichen Problemen ein Comeback. (Von Peter Stein)

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