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Geschrieben von: Frank Knoblauch
Dieser Bericht soll euch neugierig machen und vielleicht auch dazu überreden, an einer der nächsten Challenge-Rennen in Calella teilzunehmen. Der Austragungsort liegt an einem kilometerlangen Sandstrand der Region Barcelona-Maresme. Näheres dazu, sowie die nächsten geplanten Wettkämpfe findet ihr auch auf der Internetseite (www.challenge-barcelona.com).Vorbereitung, Unterkunft und Anreise:
Die Anmeldung verlief problemlos über das Internetportal. Anfragen wurden kurzfristig beantwortet. Über Newsletter wurde man regelmäßig auf den Stand der Dinge gebracht. Die Buchung von Unterkünften in Calella war gut möglich. Spezielle Hotelangebote machen ein längeres Verweilen im Urlaubsort schmackhaft. Gemeinsam mit meinem Trainingspartner Wolfgang Wilde aus Dyrotz (mehrfacher Ironman-finisher und in diesem Jahr seinen 100ten Marathon absolvierender Sportfreund), entschieden wir uns für das Hotel Olympus. Obwohl ordentlich geführt und gutes Essen angeboten wurde, würde ich mich beim nächsten Mal für das Hotel Maritim entscheiden (ruhiger und näher am Strand). Übrigens liegen alle angebotenen Hotels in günstiger Lage hinsichtlich Strand, -Sport- als auch Freizeitinteressen. Die Anreise erfolgte zunächst mit Airberlin bis Barcelona. Danach in den Regionalexpress nach Calella mit einmal umsteigen (Bahnsteigwechsel) in Barcelona. Sehr günstig und schnell. Optional konnte auch ein Shuttlebus direkt vom Flughafen nach Calella gebucht werden. Das war auch ein recht günstiges Angebot. Da wir aber vorher noch bei meiner Tochter ein Privatquartier in Barcelona hatten, kam diese Option für uns nicht in Frage.
Vorbereitung, Check-in und Wettkampfbesprechung:
Vor Ort machte alles einen sehr gut durchorganisierten Eindruck. Die Expo war durchgängig geöffnet und es gab viel zum Stöbern. Das Abholen der Startunterlagen war ebenfalls sehr gut organisiert. Mehrere Stände nach Namen eingeteilt verhinderten lange Wartezeiten. Nach ca. 5 Minuten hatte ich alle Unterlagen zusammen. Die Wettkampfbesprechung wurde in den verschiedenen Sprachen durchgeführt, war aber eigentlich nur eine Wiederholung der PDF-Datei, die man sich bereits vorher schon gedownloadet hatte. Das Einchecken ging zügig. Mehre freundliche Helfer sorgten dafür, dass es zu keinem Stau kam. Die Start- und Wechselzonen waren sehr gut vorbereitet. Alle Wechselzonen waren eindeutig ausgewiesen und klar nummeriert. Es gab sogar ein extra Umkleidezelt mit getrennten Bereichen für die weiblichen und männlichen Aktiven.
Der Wettkampf:
Die Start- und Wechselzonen waren zeitig geöffnet. Man konnte sich ohne Stress Vorbereiten. Leider gab es nicht genug Toiletten, so dass man sich hier im Bedarfsfalle auf längere Wartezeiten einstellen musste. Meditative Sitzungen sollten besser auf dem Hotelzimmer geplant werden.
Schwimmen:
Der Schwimmstart war um 07:00 in vier Wellen mit jeweils 5 Minuten Abstand angesetzt. Hier gab es jedoch einige Verzögerung, da das Setzen der Bojen auf Grund der vorherrschenden starken Strömung bis zuletzt hinausgeschoben wurde. Da aber Strömung und Wellengang für alle Aktiven gleich war, wurden die Bojen schließlich wie geplant verankert. Erwartungsgemäß war das Schwimmen gegen die Strömung eine recht erschwerliche Angelegenheit. Einige haben hier bereits ihren Wettkampf beendet. Die Rücktour war zwar mit der Strömung, doch die Bojen waren relativ dicht am Ufer, so dass man sich sehr vor der Brandung in Acht nehmen musste. Wie zu erwarten, waren hier keine Rekordzeiten zu erwarten.
Rad:
Die Radstrecke führte an der Küstenstraße entlang. Ein kleiner Abstecher in die Bergregion machte die Strecke interessant. Allerdings war der Zustand der Straße in diesem Bereich nicht sehr gut (enge Kreisverkehre, Schlaglöcher, Spurrinnen…) Viele Aktive hielten sich auch nicht an das absolute Windschattenfahrverbot. Über weite Strecken schlossen sich viele Aktive zu Peletons zusammen. Es wurden während des Rennens keine gelben Karten gezeigt. Auch die beiden an den Wendepunkten errichteten Penaltyboxen waren weder zu erkennen, noch wurden sie benutzt. Die Sportler, die beim im Windschatten fahren beobachtet wurden, erfuhren erst bei der Auswertung, dass sie disqualifiziert waren. Die Verpflegungsstände waren gut und in ausreichendem Abstand. Insgesamt war die Radstrecke gut. In den Ortschaften wurde man erwartet und bejubelt.
Laufen:
Die Laufstrecke führte über abwechselnd sandige und asphaltierte Wege direkt an der Küste entlang. Zwei Wendepunkte dienten als Umkehrpunkte. Dann ging es auf der gleichen Strecke zurück, so dass man gut einschätzen konnte, auf welcher Rennposition man sich in etwa befand. Auch hier waren die Wetterbedingungen am Renntag nicht jedermanns Sache. Der doch recht starke Küstenwind war sehr staubig. Deshalb hätte man sich die Verpflegungs- und Getränkestände nicht nur alle 2,5km gewünscht. Dafür waren die letzten Kilometer durch die Ortschaft Entschädigung genug. Berghoch die letzten Meter bis zum Ziel waren gesäumt von Zuschauern. Hier kam echtes „Tour de France“-feeling auf (natürlich alles auf Spanisch).
Im Ziel gab es dann die bekannten Präsente (Medaille, T-Shirt, Nachversorgung…).
Der Erholungsbereich war sehr gut organisiert und strukturiert. Verpflegung war reichlich vorhanden. Der sanitäre Komplex mit Duschen, Umkleiden war bestens. In der angrenzenden Sporthalle war die medizinische Versorgung, eine Massagegruppe sowie die Abholung der „Streetbags“ untergebracht. Es gab nirgends eine längere Wartezeit, da viele freundliche Helfer immer gleich da waren und Unterstützung anboten.
Auschecken:
Der Fahrrad-Wechselbereich war ständig bewacht. Mit seinem Armband hatte man jederzeit Zugang zu seinem Rad und konnte so selbständig auschecken. Selbstverständlich musste man das mitgeführte Rad anhand der Nummer als sein Eigentum ausweisen. Wartezeiten gab es hier auch zu keinem Zeitpunkt.
Abschlussveranstaltung:
Am frühen Abend fand die offizielle Abschlussveranstaltung in einer zentral gelegenen Fabrikhalle statt. Getränke wurden kostenlos angeboten (Bier - mit und ohne Alc -, Cola, Wasser sowie Powergetränke, die aber keiner mehr sehen konnte). Die Sieger und Platzierten wurden nochmals beehrt und erhielten öffentlich ihre Preise. Leider machte der offizielle Teil der Veranstaltung einen eher unorganisierten Eindruck, da offensichtlich die Auswertung der Ergebnisse nur teilweise abgeschlossen war. Auch war eine ausgelegt Auswertung ohne Zeiterfassung..
Fazit:
Abgesehen von Reserven bei der Durchsetzung der Wettkampfordnung und der Auswertung der Rennergebnisse war die erste Challenge Barcelona-Maresme eine großartige Veranstaltung. Man merkte überall, dass die Veranstaltung mit viel Engagement und Fleiß durchgeführt wurde. Das Rennen hat viel Spaß gemacht. Die Wettkämpfer waren sehr fair zueinander. In meiner Wettkampfplanung für das nächste Jahr, könnte durchaus wieder ein Wettkampf in Calella Platz finden.
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Eure letzten Kommentare
glückwunsch franzi, wir sind stolz auf dich!
Schöner Artikel Berti. Klasse Leistung von euch allen. Toll!!!
Daumen hoch
Sportliche Geste Hörmän, Respekt!
Super Veranstaltung - Super Abend - nächstes Jahr wieder
großer Dank an Martin...für den Support