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[17.08.2006] Ein versöhnlicher Abschluss - Finale der DTL in Kiel

Ziemlich geknickt und mannschaftlich dezimiert war man nach dem Sturzdebakel in München. Aber beim Finale der Deutschen Triathlon Liga 2006 in Kiel wollte das Team noch einmal zeigen was in ihnen steckt.

Zum ersten Mal in dieser Saison wurde am Abend gestartet. Die Veranstalter versprachen sich von einem Start am Samstag um 18:30 Uhr ein höheres Zuschauerinteresse und eine besondere Atmosphäre. Sie sollten Recht behalten. Nicht nur die tolle Kulisse mit Kreuzfahrtschiffen im Hintergrund prägte das Wettkampfzentrum am Kieler Hafen, sondern auch eine große Zahl an Schaulustigen, die vor allem die Laufstrecke säumten. Aus Potsdam war eine ganze Fanarmada angereist. Die kurze Anfahrt und die Deutschen Jugendmeisterschaften am Sonntag lockten viele bekannte Gesichter nach Kiel.

Die Mannschaft wollte sich optimal vorbereiten und war bereits am Freitag in den Norden gereist. Mit dabei waren Nils Frommhold, Gregor Buchholz, Mathias Dietze, Philipp Herrmann, Marco Altmann und Sebastian Schwienke. Leider mussten wir auch diesmal auf Daniel Beynon verzichten, da er immer noch an seiner Knieverletzung herumlaboriert. Ilja Horstmann war beruflich auf Mallorca eingebunden und Tobias Krisa machte nach dem Sturz in München eine Schwellung im Knie zu schaffen. Nach reiflicher Überlegung gaben wir Marco den Vorzug vor Sebastian, da er uns als der geeignete „Helfer“ erschien. Die Entscheidung stellte sich als richtig heraus, denn Marco nahm eine Schlüsselrolle im Rennen ein.

Kurz vor Rennbeginn gab es noch einmal Aufregung. Das Deutsche Wetteramt hatte eine Unwetterwarnung herausgegeben. Zum Glück zog der Sturm vorbei und der Triathlonabend konnte pünktlich starten.

Die Bundesliga-Athleten wurden von der Hafenmauer mit einem Sprung spektakulär ins Rennen geschickt. Zunächst musste ein viereckiger Kurs im salzigen und Quallenverseuchten Wasser zweimal durchschwommen werden. Nils war wieder einmal der beste Zeppeliner im Wasser und schaffte den Sprung in die Spitzengruppe. Die 13 Athleten harmonierten auf dem Rad nur zeitweise. Immer wieder attackierten einzelne Athleten. Dahinter kamen Gregor, Marco und Philipp fast zeitgleich aus dem Wasser. Auf dem Rad befanden sich zunächst Marco und Gregor in der zweiten Gruppe und Philipp in der dritten. Mathias erwischte keinen so guten Start. Er stieg mit großem Rückstand aufs Rad. Glücklicher Weise erwischte er noch zwei Mitstreiter, die ähnlich stark fuhren und konnte zur Gruppe davor aufschließen. Mit dieser Gruppe fuhr er schließlich bis zu Philipp vor. In der zweiten Gruppe hatte Marco die Aufgabe Gregor zu beschützen und den Abstand nach vorne nicht zu groß werden zu lassen. Das er aber zum Ende der Radstrecke in einem Kraftakt, unterstütz von nur wenigen Mitstreitern, den Zusammenschluss der ersten beiden Gruppen herstellte, hätte niemand erwartet. So hatte Gregor eine perfekte Ausgangsposition für „seine“ Disziplin. Nils hatte einen super Wechsel und ging als fünfter auf die Laufstrecke. Dicht dahinter Gregor, dem man schon auf den ersten Metern ansah, dass er es an diesem Tag wissen wollte. Er schob sich immer weiter nach vorne, lief zeitweise um Platz vier mit. Im Ziel sollte es der sechste Platz werden mit der zweitbesten Laufzeit hinter dem zweimaligen Weltmeister Ivan Rana. Nils teilte sich diesmal seinen Lauf perfekt ein. Nach einem starken Finish wurde er 13er. Philipp und Mathias wechselten fast zeitgleich in die Laufschuhe. Lange Zeit blieben sie zusammen. Am Ende hatte Mathias die Nase vorn. Nach bärenstarkem Radpart und gutem Lauf wurde er 39er. Philipp war vor dem Rennen sehr unsicher. Er konnte auf Grund seines Sturzes in München fast zwei Wochen nicht trainieren. Hinzu kam, dass Nils seine Laufschuhe mit Phillips vertausche und Phillip in viel zu großen „Latschen“ unterwegs war. So konnte er nicht wie gewohnt seine Laufstärke ausspielen. Er wurde 49er. Marco, der auf dem Rad das Ergebnis von Gregor überhaupt erst möglich gemacht hatte, lief als 66er ein. Im Ziel schlossen sich die beiden überglücklich in die Arme.

Damit war es vollbracht. Die Mannschaft hat gezeigt wozu sie eigentlich in der Lage ist - Platz fünf in der Mannschaftswertung. Damit konnten wir uns in der Tabelle sogar noch auf den achten Rang verbessern. Sicherlich wäre mehr drin gewesen, aber man kann die Tatsachen nicht mehr ändern. Das Team hat die Gewissheit, dass man „oben“ dran ist. Ich hoffe wir können im nächsten Jahr an diese Leistungen anknüpfen.

Ich möchte an dieser Stelle allen Fans danken, die bei den verschiedenen Wettkämpfen die „Jungs“ so tatkräftig unterstützt haben. Außerdem gilt mein Dank Danilo und Clemens, die im Verein die Grundlage für eine erfolgreiche Ligaarbeit gelegt haben. Ich danke allen Sponsoren und Geldgebern des Teams. Zu guter Letzt will ich Ron Schmidt meinen Dank aussprechen. Nur durch seine hervorragende Trainerarbeit war es möglich, dass die Athleten diese Leistungen gebracht haben und das Zeppelin-Team so erfolgreich war.

Moritz von Wysiecki

 

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