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Was ist Triathlon?!

Triathlon ist ein Ausdauerwettkampf, der aus Schwimmen, Radfahren und Laufen besteht. Viele denken,wenn sie TRIATHLON hören, immer noch an Verrückte, welche die Ironman Distanzen 3,8km Schwimmen,180km Radfahren und 42km Laufen ohne Pause absolvieren. Sicher ist diese ursprüngliche Langdistanz auch das spektakulärste Ereignis für die Medien. Um diese Art der Ausdauerwettkampfes jedoch auch der breiten Masse zugänglich zu machen, wurden die Streckenlängen gekürzt - halbiert, geviertelt usw..

Schon seit Anfang der siebziger Jahre erfreut sich so der Triathlon einer wachsenden Beliebtheit, denn Triathlon ist der Inbegriff der Vielseitigkeit, des Wachstums, der Gesundheit, des Jungbleibens, der Flexibilität, ...einfach alles was unsere heutige Zeit ausmacht. Und das Schöne ist - jeder kann mitmachen, ob jung oder alt.

Der Triathlon bewegte sich von einer Modeerscheinung zu einer etablierten Sportart und ist im Jahr 2000 in Sydney mit den Strecken 1,5km Schwimmen 40km Radfahren 10km Laufen erstmalig im olympischen Programm.

Wer kam auf die Idee,
drei so schwere Disziplinen zu einer Sportart zusammenzufassen? Es war 1977, im Waikiki - Swim - Club auf der Insel Oahu. Einige Mitglieder philosophierten während eines Umtrunks über die drei wichtigsten Sportereignisse auf Oahu:

  • das "Waikiki Rough Water Swim"(ein Schwimmwettkampf im Ocean über eine Distanz von 3,8km
  • das "Around - Ohahu Bicycle Race"(ein Radrennen rund um die Insel Oahu) über die Distanz von 180km
  • und der "Honolulu Marathon" über die bekannte Distanz von 42,195km

Welches der drei Sportereignisse ist das schwierigste? Welcher Athlet ist der beste Ausdauerathlet? - Soweit die Philosophie.
John Collins stellte die Frage zur Diskussion, ob es nicht möglich wäre diese Wettkämpfe zu einem neuen einzigartigen zusammenzufassen. Seine Zuhörer faßten dies als einen Witz auf, aber Collins nahm seine Idee ernst. Ein Jahr später standen rund ein Dutzend seiner Freunde (fast alle, wie er Marinesoldaten, aber auch einige Studenten) am Start des ersten IRONMAN HAWAII TRIATHLON.

1979 gingen wieder 15 Teilnehmer an den Start. Tom Warren gewann in 11:15:38 Std., Lyn Lemaire wurde die erste Siegerin in 12:15:38 Std. Trotz der geringen Teilnehmerzahl brachten einige amerikanische Zeitungen Artikel über diese "lunatic competiton". So kam es, daß 1980 beim 3. IRONMAN für die Organisatoren unerwartet viele Teilnehmer am Start standen. Sogar der Fernsehsender ABC übertrug den Wettkampf . Es gewann Dave Scott, mit einem neuen Record - er war fast 2 Stunden schneller! Damit legte er den Grundstein für seine langjährige Siegesserie.

Triathlon in Potsdam

Zu Beginn der 80er Jahre auch in Deutschland Fuß gefaßt - hat sich von einer ehemaligen Modeerscheinung für ausgeflippte Ausdauerenthusiasten zu einer Sportart entwickelt, die neben Leistungsfähigkeit, auch Gesundheitsbewusstsein und Naturerlebnis garantiert. Ein enormer Vorteil von Triathlon liegt in der Abwechslung. Langes und intensives Training von Schwimmen, Radfahren und Laufen im einzelnen, können oftmals zu stark den Stütz- und Bewegungsapparat belasten. Die Kombination dieser drei beliebtesten Ausdauersportarten ( =Triathlon), hat sich dagegen als abwechslungsreich erwiesen und sich positiv bewährt. Und hingegen der landläufigen Meinung, daß Triathlon ein Synonym für den Ironman ist, gilt die Tatsache, dass der Großteil der Sportler eher auf den kürzeren Distanzen zu Hause ist, was der Qualität keinen Abbruch tut. In der folgenden Übersicht sind die verschiedenen Möglichkeiten dargestellt, wobei die einzelnen Streckenlängen von Veranstalter zu Veranstalter leicht differenzieren können.

  • Jedermann- oder Sprinttriathlon 0,5 (0,75) km S; 20km R; 5km L;
  • Kurztriathlon / Olympische Distanz: 1,5km S; 40km R; 10km L;
  • Mitteltriathlon: 2,0km S; 80km R; 20km L;
  • Lang- / Ultratriathlon oder Ironman: 3,8Km S; 180km R; 42km L;

Triathlonwettbewerbe sind leider noch immer zu ca. 90 % Männerwettbewerbe. Sportmedizinisch gibt es dafür keine Erklärung, eher stehen wohl soziale Ursachen im Vordergrund. Es gehört schon eine Portion Begeisterung und Selbstüberwindung dazu, regelmäßig dem Ausdauertraining zu frönen.

So verwundert auch der überraschte Ausruf eines Stadionssprechers nicht: "Ich wußte ja gar nicht dass das Zeppelin- Team auch Frauen hat..." Erst kürzlich geschehen bei den Landesmeisterschaften im Triathlon in Fürstenwalde, bei dem das Team mit 10 Startern, davon 2 Frauen, einen zahlreichen und auch qualitativ bestechenden Eindruck bei Wettkämpfern wie auch Zuschauern hinterließ.

Dürfte die Bundesligaequipe mittlerweile in aller Munde sein, weiß doch kaum jemand, dass im Verein nunmehr auch viele andere Leistungs- wie Breitensportler trainieren, die ebenfalls an Wettkämpfen teilnehmen oder aber zumindest kontinuierlich dem Triathlonsport nachgehen.

Am 01.01.1997 beim OSC mit 8 Mitgliedern angemeldet, zählt der Verein zum heutigen Zeitpunkt schon über 50 Mitglieder, davon leider nur 8 Frauen und ca. 25 Leistungssportler, die eigentlich vom Trainingsaufwand her gesehen, schon eher an der Schwelle zum Hochleistungssport stehen.

Diese 25 bildeten 1999 & 2000 das Zeppelin-Team für die 2. Bundesliga, in der sie in diesem Jahr einen bemerkenswerten 2. Platz erreichen konnten. Für die kommende Saison heißt das Ziel dann auch demzufolge: Aufstieg in die 1. Bundesliga. Finanziell konnte dieses Team gut unterstützt werden, da man rechtzeitig auf Sponsorensuche ging und mit der Eventagentur art and business, der Unternehmensberatung Bork & Partner, der Zeppelin Baumaschinen GmbH und der Helmuts Fahrrad -Center GmbH geeignete Partner fand.

Für den Start beim Ironman Europe

in Roth konnte für die fünf startenden Athleten noch das Potsdamer Autohaus Am Stern gewonnen werden, die das Fahrzeug stellten. Diese Unterstützung wurde wohl durch die erfolgreiche Qualifikation von vier Triathleten des Teams für den Hawaii -Triathlon angemessen honoriert. Noch eins drauf setzten sie mit dem 2. Platz in der Mannschaftswertung bei selbigem Wettkampf. Angefangen hatte die erste Bundesliga -Saison 1997 mit reiner Selbstfinanzierung und mit dem 9. Platz. Schon ein Jahr später konnte Rang 5 erreicht werden, außerdem erhöht sich seitdem die Mitgliederzahl kontinuierlich. Daraus ergeben sich zwei weitere Ziele für das nächste Jahr: Zum einen soll der Nachwuchsbereich gefördert werden und zum anderen soll auch mehr als bisher auf die Entwicklung des Freizeit- bzw. Breitensports eingegangen werden.

Als Meilenstein dafür könnte schon ein in Potsdam organisierter Triathlon dienen, da hier die besten Möglichkeiten der Werbung für diesen Sport zu Tage treten. Dies wird auch von Teamchef Stefan Schewe als Viertes großes Ziel angesehen und sicher noch das meiste Kopfzerbrechen mit sich bringen, obwohl Triathlon eine recht lange Tradition in Potsdam hat. Schon in den 80er Jahren fand regelmäßig der Brauhausberg-Triathlon statt, im Wendejahr gab es dann sogar zusammen mit einem Spandauer Verein organisiert, einen "grenzüberschreitenden" Wettbewerb. Warum sollte es also nicht wieder gelingen, einen ansprechenden Wettkampf über die Kurz- oder Jedermanndistanz in Potsdam zu etablieren?

Und das der Verein keineswegs aus Scheuklappen-Triathleten besteht, verdeutlichen Teilnahmen an Inlineskate Veranstaltungen, herrlichen Volkssportwettkämpfen im Triathlon aber auch nur im Laufen oder Radfahren, regelmäßige Ski-Fahrten und auch ein 3-Tage-Abenteuer für einen guten Zweck. Bei letztgenanntem sind ein gemischtes Team, also Leistungs- wie Freizeitsportler von Sylt nach Berlin gelaufen und haben auf dieser Strecke zusammen mit anderen Mannschaften Geld für krebskranke Kinder gesammelt. Neben reinen sportlichen Betätigungen fallen auch Aktionen wie kurze Fahrten zur Ostsee oder "Fan-Fahrten" zur Bundesliga oder zum Ironman Roth unter die Rubrik: Hauptsache aktiv bleiben und Spaß haben.

Wer sich zutraut, drei- bis viermal pro Woche abwechslungreich zu trainieren, kann bei entsprechenden gesundheitlichen Bedingungen ganz sicher auch an einem Jedermanntriathlon teilnehmen und dann vielleicht dabeibleiben (?), Weil, und das ist wohl jedermann bekannt: Es kann auch süchtig machen. Wer Interesse am Verein hat oder einfach Informationen einholen möchte meldet sich unter folgender Adresse oder schaut auf der Homepage nach, die gerade aufgebaut wird.

Silke Pieper